von Kata Kottra, 22.12.2011
Noch ist das oppositionelle Klubradio in Ungarn zu empfangen. Doch schon im März 2012 wird der Sender wohl verstummen. Denn bei der Neuausschreibung hat der ungarische Medienrat ihre Frequenz an ein bislang unbekanntes Unternehmen ohne jede Medienerfahrung vergeben. Die Wellen der Empörung schlagen hoch, Kritiker warnen vor einer Gleichschaltung der ungarischen Medienlandschaft. [mehr...]
In Serbien ist die Debatte über den Europakurs des Landes voll entbrannt, nachdem der Kandidatenstatus auf dem jüngsten EU-Gipfel abgelehnt wurde. Die Regierung hofft nun auf den Status im März 2012. Damit gerät das Thema „Europa oder Kosovo“ mitten in den angelaufenen Wahlkampf. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Serben den EU-Beitritt ablehnt, wenn die Bedingung dafür die Anerkennung des Kosovo ist. [mehr...]
Zum ersten Mal gibt es dieses Jahr in der muslimisch geprägten bosnischen Hauptstadt Sarajewo einen Weihnachtsmarkt. 16 Jahre nach Kriegsende ist auf dem „Sarajevo Holiday Market“ von Konsumrausch keine Spur, umso heftiger der Streit um jede religiöse oder heidnische Symbolik. Im Zentrum der öffentlichen Debatte: der Weihnachtsmann. [mehr...]
In kaum einem anderen europäischen Land sind die Einstellungen der Menschen, was Weihnachten betrifft, so geteilt wie im kleinen Slowenien. Während der eine Teil der Bevölkerung von Kitsch und Besinnlichkeit gar nicht genug bekommen kann, boykottiert der andere Teil das Fest rigoros. Auch zwanzig Jahre nach der Unabhängigkeit sind die Slowenen hin- und hergerissen zwischen katholischem Glaube und sozialistischem Erbe. [mehr...]
Gebraten oder gebacken, in der Suppe und als Filet: Karpfen ist in Polen eine traditionelle Weihnachtspezialität. 10 Millionen werden jedes Jahr getötet. Die grausamen Schlachtmethoden sind immer wieder Anlass zu heftiger Kritik. Sogar der Generalstaatsanwalt hat sich deswegen eingeschaltet und die Polen ermahnt, sich beim Töten und Entnehmen der Fische an die Tierschutzbestimmungen der EU zu halten. Tierschützern ist das zu wenig. [mehr...]