von Tatjana Brode, Clemens Schöll, 25.01.2010
Die südrussische Kleinstadt Taganrog liegt am Asowschen Meer, direkt an der Mündungsbucht des Dons. Sie ist die Geburtsstadt des Schriftstellers Anton Pawlowitsch Tschechow, der vor 150 Jahren am 29. Januar 1860 auf die Welt kam. (Foto: Clemens Schöll)
Heute leben in Taganrog etwa 250.000 Einwohner. Die Stadt ist als Kultur- und Erholungsort bekannt. (Foto: Clemens Schöll)
Taganrog ist jedoch auch als Industrie- und Hafenstadt für die Region bedeutsam. Insbesondere metallverarbeitende Betriebe sind hier ansässig, wie ein Flugzeugwerk, spezialisiert auf Wasserflugzeuge, sowie Maschinenbaubetriebe und verschiedene Autohersteller. (Foto: Clemens Schöll)
Im Zentrum von Taganrog befindet sich der Tschechow-Platz. Tschechow war Sohn eines ehemaligen leibeigenen Bauern aus dem Gouvernement Woronesch. Der Vater betrieb mit mäßigem Erfolg einen kleinen Billigwarenladen in Taganrog. (Foto: Clemens Schöll)
Von dem Platz aus führt die Tschechow-Straße zum Elternhaus des Schriftstellers, das heute ein Museum ist. (Foto: Clemens Schöll)
Tschechow hatte fünf Geschwister. Die Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen. Im Frühjahr 1876 musste der Vater mit seinem Laden Bankrott melden und zog mit der Familie nach Moskau - das Haus ging an einen der Gläubiger. Der 16-jährige Anton Tschechow blieb in Taganrog, um das Gymnasium zu beenden, und mietete in seinem Elternhaus eine Ecke zum Wohnen. (Foto: Clemens Schöll)
Neben dem Haus befindet sich heute ein kleiner Souvenirladen, in dem Taganrog-Andenken und Erinnerungen an den Schriftsteller verkauft werden. (Foto: Clemens Schöll)
Aber auch in der Innenstadt begegnet man heute Tschechow auf Schritt und Tritt: in Galerien und Geschäften, im Theater und der Tschechow-Bibliothek. Er selbst verließ Taganrog im Sommer 1879, nachdem er die Schule abgeschlossen hatte. Mit einem Stipendium von 25 Rubel im Monat von der Taganroger Stadtverwaltung reiste er nach Moskau, um Medizin zu studieren. (Foto: Tatjana Brode)
Tschechow kehrte nicht wieder nach Taganrog zurück. Während seines Studiums in Moskau begann er, unter Pseudonym kleine Erzählungen für Zeitschriften zu schreiben. Auch als praktizierender Arzt schrieb er weiter, mit wachsendem Erfolg. (Foto: Clemens Schöll)
Der Rest ist bekannt: Aus Tschechow wurde einer der wichtigsten russischen Schriftsteller. Seine Erzählungen und Dramen (darunter 'Drei Schwestern', 'Der Kirschgarten', 'Onkel Vanja') sind heute international bekannt. Tschechow starb mit nur 44 Jahren an Tuberkulose während eines Kuraufenthalts in Badenweiler in Deutschland. (Foto: Clemens Schöll)
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